Archiv für März, 2012

In einem Interview vom 17.03.2012 spricht Albrecht Müller, Autor des Buches „Der falsche Präsident“, über die Defizite von Joachim Gauck und warum er ihn für ungeeignet hält, zum Bundespräsidenten gewählt zu werden. Er begründet dies u.a. an dem Freiheitsbegriff von Gauck: „Nachdenker warnt vor Gauck – Viele wissen nicht, was er denkt

„Er hat einen Freiheitbegriff, der die soziale Basis von Freiheit völlig außen vor lässt. Bei vielen Menschen hängt ihre Freiheit im Wesentlichen von ihren wirtschaftlichen Bedingungen ab. Eine alleinerziehende Frau im Niedriglohnsektor etwa muss so viele Jobs annehmen, dass sie überhaupt keine Freiheit mehr hat, irgendetwas anderes zu machen, als für die Familie zu sorgen.
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Man kann einen Volksverhetzer nicht „mutig“ nennen. Es fühlen sich doch nur Leute ermuntert, die so denken wie Sarrazin.
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Er redet ja von „Besitzstandswahrern“ oder von Leuten, die in der „Hängematte“ liegen. Das sind doch politische Aussagen. Ist es etwa unpolitisch zu sagen, er hätte im Libyen-Krieg mitgemacht?“

Auf taz.de vom 16.03.2012 wird unter dem Titel „Gaucks verzerrtes Geschichtsbild – Der Rückfall“ ein aus dem Englischen Übertragener Text des Historikers Efraim Zuroff, Leiter des Simon Wiesenthal Centers, veröffentlicht, der erklärt, warum dieser Gauck angesichts dessen (Um-)Deutung des Holocausts für den falschen Bundespräsidenten hält. Er bezieht sich dabei auf die „Prager Erklärung“ vom 3. Juni 2008, die Joachim Gauck unterzeichnet und unterstützt hat.