Mit einiger Sprachlosigkeit müssen wir nun also zur Kenntnis nehmen, daß uns der egomanische Selbstdarsteller Gauck als Oberlehrer vor die Nase gesetzt wird, der Banken-Kritik und Occupy unsäglich albern, dafür aber Sarrazin mutig findet.
tagesschau.de 20.02.2012: „Joachim Gauck wird der gemeinsame Kandidat von Union, FDP, SPD und Grünen bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten. Dies bestätigte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Abend in Berlin. […] Für Gauck habe sich der Weg von der Kirche in die Politik von fast alleine ergeben. Ihn zeichne aus, ein „wahrer Demokratielehrer“ geworden zu sein. […] Sein zentrales Thema sei die Idee von Freiheit und Verantwortung, das schätze sie ganz persönlich „bei aller Verschiedenheit“ mit Gauck.
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SPD-Chef Sigmar Gabriel betonte: „Ende gut, alles gut.“ Die Kandidatur von Gauck sei ein gutes und wichtiges Signal an die Bevölkerung.
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Grünen-Chefin Claudia Roth sprach von einem historischen Moment. Gauck sei jemand, der der Demokratie wieder Glanz verleihen könne. „Er ist ein Mann, und das schätzen wir sehr, der den Dialog liebt. (…) Er kann Worte zum Klingen bringen.“
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Gauck war gerade mit dem Flugzeug aus Wien in Berlin gelandet, … . Am meisten bewege es ihn, dass ein Mensch, der noch im finsteren Weltkrieg geboren worden sei und 50 Jahre in einer Diktatur gelebt habe, an die Spitze des Staates gerufen werde.“
Über Kritik an Gauck lese ich nichts bei tagesschau.de, nur der Hinweis auf eine Umfrage von Infratest dimap für die ARD-Sendung Günther Jauch, nach der 49% der Bundesbürger Gauck für einen „geeigneten Kandidaten“ halten.