Auf taz.de vom 16.03.2012 wird unter dem Titel „Gaucks verzerrtes Geschichtsbild – Der Rückfall“ ein aus dem Englischen Übertragener Text des Historikers Efraim Zuroff, Leiter des Simon Wiesenthal Centers, veröffentlicht, der erklärt, warum dieser Gauck angesichts dessen (Um-)Deutung des Holocausts für den falschen Bundespräsidenten hält. Er bezieht sich dabei auf die „Prager Erklärung“ vom 3. Juni 2008, die Joachim Gauck unterzeichnet und unterstützt hat.
Mit ‘opfer’ getaggte Beiträge
Joachim Gauck: hat Gauck ein verzerrtes Geschichtsbild und vom Holocaust?
Veröffentlicht: 16. März 2012 in Nein DankeSchlagwörter:antikommunismus, faschismus, gauck, holocaust, Joachim Gauck, nationalsozialismus, opfer, relativierung, shoa, shoah, stalinismus, täter, verharmlosung
Joachim Gauck: Von dem Vorschlag, für die Opfer der gerade bekannt gewordenen Mordserie von Neonazis einen Staatsakt zu veranstalten, halte ich nichts
Veröffentlicht: 23. Februar 2012 in Nein DankeSchlagwörter:gauck, Joachim Gauck, mord, mordopfer, nazi, nazi-morde, nazi-opfer, nazi-terror, opfer, staatsakt, terror, terror-opfer
Laut „Welt Online“ vom 17.11.2011 hat Joachim Gauck dies so gesagt. Wenn ich es richtig gesehen habe, war er aber heute doch beim Staatsakt anwesend, obwohl er angeblich die Einladung dazu ursprünglich ausgeschlagen haben soll und einen anderen Termin wahrnehmen wollte:
„Von dem Vorschlag, für die Opfer der gerade bekannt gewordenen Mordserie von Neonazis einen Staatsakt zu veranstalten, halte ich nichts.“ Ein Trauergottesdienst oder ein staatlicher Trauerakt schienen ihm nicht „die richtige Form zu sein, um Toter zu gedenken, deren Ermordung schon so lange zurückliegt“.
ach ja, damit der Welt-Online.Kontext nicht verloren geht noch folgendes Zitat:
„Ein Staatsakt könne nur eine unmittelbare Reaktion auf ein Ereignis sein. Gauck forderte eine wehrhafte Demokratie, die sowohl vom Staat als auch den Bürgern ausgehe: „Überall im Land gibt es breite Bürgerbündnisse, wenn sich Rechtsextremisten zusammenrotten.“
Joachim Gauck: Stasi-Akte, ausschließlich die eines Opfers?
Veröffentlicht: 22. Februar 2012 in Nein DankeSchlagwörter:begünstigter, ddr, gauck, Joachim Gauck, opfer, stasi, stasi-akten, täter
Unter dem Titel „Larve und Schmetterling“ betrachtet Peter Mühlbauer auf Telepolis die Diskussion um die Stasi-Akten von Joachim Gauck und fragt, „Was besagen Gaucks Stasi-Akten?“.
Siehe hierzu auch:
Joachim Gauck: totalitäre Vergangenheitsbewältigung eines Antikommunisten?
Veröffentlicht: 21. Februar 2012 in Nein DankeSchlagwörter:3. reich, ddr, deutschland, diktatur, faschismus, gauck, Joachim Gauck, nationalsozialismus, opfer, täter, totalitarismus, vergangenheitsbewältigung, vertreibung
Unter dem Titel „Joachim Gaucks totalitäre Aufklärung“ macht Magda in ihrem Freitag-Blog 2010 einige Anmerkungen zu einem zu einem ausführlichen Interview von Joachim Gauck mit der NZZ im Mai 2010, „Es gibt ein richtiges Leben im falschen„.
„Vor allem aber ist Gauck ein anschaulicher Beweis dafür, dass die beiden Diktaturen nicht mit dem behaupteten gleichen Abstand betrachtet werden, sondern das ihre Gleichsetzung, der scheinbar objektive Umgang mit ihnen, immer eine merkwürdige Favorisierung und „Entschuldung“ der NS-Diktatur mit sich zu bringen scheint. So findet sich in Gaucks Parteinahme für ein deutsches Zentrum für Vertreibung auch der Satz von den Deutschen, die neurotisch auf der Größe ihrer Schuld beharren. Da hat er keinen Abstand, da ist er auch mehr für Vergessen.“ (Magda)
Joachim Gauck: Stasi-Opfer oder auch Stasi-Begünstigter?
Veröffentlicht: 21. Februar 2012 in Nein DankeSchlagwörter:akte, begünstigter, ddr, diestel, gauck, Joachim Gauck, opfer, peter-michael diestel, stasi, stasi-akte, stasi-beguenstigter, stasi-opfer, täter
Peter-Michael Diestel (CDU) hat sich die Stasi-Unterlagen zu Joachim Gauck auch einmal angesehen und kommt zu einem völlig anderm Ergebnis als Gauck selbst:
„Herr Gauck kann nicht – jedenfalls nicht ausschließlich, wie er es tut – den Status eines „Betroffenen“ („Opfers“) für sich in Anspruch nehmen.
Übrigens schließt das StUG aus der „Betroffenen“-Kategorie „Begünstigte“ (folglich „Täter“) aus. Nach § 6 Abs. 6 StUG zählen zu den „Begünstigten“ auch Personen, die vom MfS wesentlich gefördert worden sind. Nicht nur sein vorgesehener IM-Einsatz klassifiziert Pastor Gauck mindestens als „Begünstigten“ im Sinne des StUG. Mithin ist Gauck nach diesem Gesetz der „Täter“-Seite zuzuordnen.“
Das war im Jahr 2000, unter dem Titel „Wendiger Pastor – Auf Wiedersehen, Herr Gauck“ hat er dazu einen interessanten Artikel im Freitag vom 28.04.2000 veröffentlicht. Nach gerichtlicher Auseinandersetzung ist dieser Artikel nicht widerlegt worden und steht nach wie vor im Raum.