Auf taz.de vom 16.03.2012 wird unter dem Titel „Gaucks verzerrtes Geschichtsbild – Der Rückfall“ ein aus dem Englischen Übertragener Text des Historikers Efraim Zuroff, Leiter des Simon Wiesenthal Centers, veröffentlicht, der erklärt, warum dieser Gauck angesichts dessen (Um-)Deutung des Holocausts für den falschen Bundespräsidenten hält. Er bezieht sich dabei auf die „Prager Erklärung“ vom 3. Juni 2008, die Joachim Gauck unterzeichnet und unterstützt hat.
Mit ‘shoa’ getaggte Beiträge
Joachim Gauck: hat Gauck ein verzerrtes Geschichtsbild und vom Holocaust?
Veröffentlicht: 16. März 2012 in Nein DankeSchlagwörter:antikommunismus, faschismus, gauck, holocaust, Joachim Gauck, nationalsozialismus, opfer, relativierung, shoa, shoah, stalinismus, täter, verharmlosung
Ist Kritik an Joachim Gauck “Schweinejournalismus“?
Veröffentlicht: 25. Februar 2012 in Nein DankeSchlagwörter:gauck, gauck-kritik, gleichsetzung, holocaust, internet, Joachim Gauck, kritik, schweinejournalismus, shoa, shoah, totalitarismus, twitter, verharmlsoung
Bezugnehmend auf den Gauck-Jubel rechtsaußen, „Wir sind Präsident!“ von der „Jungen Freiheit“ (JF), und dem Ereifern seitens Jürgen Trittins bei Maybritt Illner über einen aus dem Kontext gerisenen Satz in einem Kommentar von Deniz Yücel in der TAZ, der im diffamierenden Vorwurf des „Schweinejournalismus“ gipfelte, schreibt Andrej Reisin am 24.02.2012 unter dem Titel „Noch mehr “Schweinejournalismus!”“ auf Publikative.org:
„Die Kritik an Gauck ist weder neu, noch kommt sie einzig aus dem scheinbar ominösen Internet – wie linksliberale Politiker von Rot bis Grün und gönnerhafte Zeitungskommentare von „Frankfurter Rundschau“ bis „Süddeutscher Zeitung“ derzeit gerne glauben machen wollen. Die Wahrheit ist: Die Kollegen und ihr politisches Spektrum sind verärgert, weil sie in ihrer Begeisterung für den Kandidaten Gauck dessen für ihre eigene Klientel teilweise hochgradig problematischen Positionierungen schlichtweg übersehen, verdrängt, vergessen haben.
Mit Schaum vor dem Mund wird daher nun zurückgebellt gegen die vermeintlichen Online-Dilettanten, die nicht richtig zitieren können und alles aus dem Kontext reißen, weil ihr Gehirn nur noch in Twitter-Textlängen denke.
[…]
Mit Gauck wird der politische Diskurs exakt im Sinne der Neuen Rechten verändert – ein fatales Signal für den gesellschaftlichen und politischen Fortschritt in diesem Land. Tut, was Ihr nicht lassen könnt – aber rechnet nicht mit unserer Unterstützung!“
Und für den Kontext sei auch der Ausschnitt aus Maybrit Illner mit dem verbalen Ausfall von Jürgen Trittin hier verlinkt:
Videolink YouTube von maybritillner am 23.02.2012
Joachim Gauck: Quasireligiöse Überhöhung und Verharmlosung des Holocaust?
Veröffentlicht: 25. Februar 2012 in Nein DankeSchlagwörter:deniz, gauck, gleichsetzung, hitler, holocaust, Joachim Gauck, judenmord, judenverfolgung, shoa, shoah, stalin, totalitarismus, verharmlosung, yücel
Deniz Yücel beschreibt in der taz vom 22.02.2012 über die Debatte um Gauck-Zitate
unter dem Titel „Gauck und der Holocaust„, daß sich der vielgepriesene Kontext eben nicht nur auf die Sätze vor und nach einem Zitat bezieht, sondern
„Wer sagt was in welcher Form an welcher Stelle zu welchem Zweck zu welchen Leuten, die ihn wie verstehen können oder sollen? „
Nach einem ausführlichen Zitat von Jaochim Gauck zur angeblich quasireligiösen Überhöhung des Holocausts, problematisiert und kontextualisiert Yücel die Aussagen Gaucks:
„Aber indem er von einer „Überhöhung“ des Holocausts zu einem quasireligiösen Akt spricht, spricht er der Shoah die Singularität als ebenso wahnhaften wie systematischen Massenmord an Millionen Juden ab. Einfach ausgedrückt lautet sein Gedankengang: Ja, es gab den Holocaust, wir wollen ihn nicht vergessen, aber bitteschön nicht übertreiben und die Kirche im mecklenburgischen Dorf lassen.
[…]
All das macht Gauck noch nicht zum Antisemiten, und gewiss wird er keiner sein wollen. In der Sache aber betreibt er eine Verharmlosung des Holocausts.“